Häufige Fragen

FragenIst Neurodermitis ansteckend?

Laut einer Schätzung leidet etwa jeder dritte bis vierte Deutsche an Neurodermitis. Aufgrund der hohen Anzahl der Erkrankungen in jedem Jahr kann man Neurodermitis als Volkskrankheit bezeichnen. Nun stellt sich oftmals die Frage, ob Neurodermitis ansteckend ist oder wie diese übertragen wird.  Neurodermitis ist weder ansteckend noch übertragbar!
Den Wissenschaftlern ist kein Weg bekannt wie Neurodermitis an andere Personen weitergereicht werden kann: weder durch Speichel noch durch Tröpfen-Infektion oder einer einfachen Berührung.

Haben auch Tiere Neurodermitis?

Nicht immer sind Parasiten oder Pilze der Grund, dass sich die vierbeinigen Freunde stetig kratzen. Häufig leiden die tierischen Begleiter an Neurodermitis. Auslöser für die „tierische“ Neurodermitis sind Umweltfaktoren, genetische Erbanlagen und eine falsche Ernährung. Insbesondere die fehlerhafte Ernährung weist einen Mangel an Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren auf. Diese Fettsäuren sind aber wichtige Unterstützer der natürlichen Hautfettung und bewahren die Haut somit vor dem Austrocknen.

Hund und Katze können nur wenige dieser Omega-Fettsäuren selber produzieren. Bei Hunden lässt diese Fähigkeit mit zunehmenden Alter immer mehr nach. Erste Anzeichen der Mangelernährung sind u.a. glanzloses und struppiges Fell und schuppige Haut. Im weiteren Verlauf kommt es zu nässenden Stellen. Spätesten zu diesem Zeitpunkt weist das Tier eine Neurodermitis vor.

Diesen Symptomen kann man mit einem Ausgleich des Fettsäuren-Mangels beispielsweise durch die Zufütterung von Diätergänzungsfuttermittel entgegen gewirkt werden. Ansonsten benötigen die Tiere in schwerwiegenden Fällen Kortison um die Symptome zu lindern. Skandinavische Wissenschaftler haben aber nun festgestellt, dass auf lange Sicht eine Verbesserung auch durch die tägliche Gabe von Kapseln mit Borretschsamen- und Fischöl eintritt. Allerdings können einige Wochen vergehen bis sich ein sichtbarer Erfolg einstellt und die evtl. erforderliche Kortisonmenge gesenkt werden kann.

Wer kann an Neurodermitis erkranken?

Niemand ist vor einer Neurodermitis-Erkrankung gefeilt. Im Grunde kann jeder sein ganzes Leben lang Neurodermitis bekommen. Die Anzahl der Erkrankungen nimmt dabei jährlich zu.
Personen, in deren näheren familiären Umfeld Allergien, Heuschnupfen, Asthma oder auch Neurodermitis bekannt sind, sind weitaus mehr gefährdet. Häufig tritt Neurodermitis bereits im Säugling- oder Kleinkindalter auf. Es besteht allerdings eine gewisse Chance, dass die Neurodermitis-Symptome mit zunehmendem Alter, spätestens mit der Pubertät, gänzlich verschwinden.
Selbst Tiere wie etwa Hunde und Katzen können unter Neurodermitis leiden.

Worauf sollte man bei einer Neurodermitis-Erkrankung verzichtet werden?

Sofern die auslösenden Substanzen bekannt sind, sollte man diese soweit es möglich ist meiden wie beispielsweise bestimmte Nahrungsmittel oder Tierhaare. Ebenso begünstigen psychische Belastungen wie beispielsweise Stress negativ den Krankheitsverlauf. Die Symptome können beispielsweise heftiger ausfallen oder länger anhalten.
Des Weiteren sollten Betroffene auf die richtige Hautpflege achten und so viele Zusatzstoffe wie eben möglich meiden. Als Handseife eignet sich u.a. eine pH-neutrale Variante. Sofern möglich sollte Duschen dem Baden vorgezogen werden. Eine Dusche sollte nur einmal täglich erfolgen.
Ebenso ist der Besuch einer Badeanstalt nicht empfehlenswert. Das chlorhaltige Wasser lässt die Haut noch mehr austrocknen und reizt diese.

Wie lindert man den Juckreiz?

Der Juckreiz wird von den Betroffenen als besonders quälend empfunden. Zeitgleich wird die Situation weiter verschlimmert, wenn man diesem nachgibt. Durch das Kratzen wird die Haut noch mehr beschädigt und Schadstoffe wie Viren oder Bakterien können noch leichter in den Organismus gelangen. Der Juckreiz kann u.a. mir Selbstbeherrschung oder Ablenkung ignoriert werden. Aber auch physikalische Behandlungen können Linderung verschaffen wie beispielsweise Kälteanwendungen, Salben oder Cremes oder auch die Einnahme von Medikamenten.

Als Linderungsmittel können u.a. eingesetzt werden: rückfettende Salben für trockene Haut, teehaltige Anwendungen, feuchte Umschläge mit Leitungswasser, Kochsalzlösung, schwarzem Tee oder Kamille, Kühlsalben, welche sowohl rückfettend als auch kühlend wirken.

Auslöser

Bei Neurodermitis ist die Entzündung der Haut der Auslöser für den Juckreiz. Daher gilt es die Entzündung zu bekämpfen. Des Weiteren ist es empfehlenswert weite und luftige Kleidung zu tragen. Die Kleidung sollte keine irritierenden Inhalte haben wie beispielsweise Wolle, Mohair oder Angora. Naturbelassen Baumwolle oder Leinen eignen sich für Neurodermitis-Betroffene am besten. Auch können verschiedene Entspannungstechniken Linderung verschaffen. Leichte Entspannungsübungen aus den Bereichen Yoga, Meditation oder auch progressive Muskelentspannung können bereits Kinder erlernen. Je weiter fortgeschritten das Übungslevel ist, desto erfolgreicher lassen sich die Übungen durchsetzen.  Betroffene sollte zudem stets für ausreichende Kühle sorgen. Wenn die Haut schwitzt verstärkt sich der Juckreiz ungemein. Kurzzeitige und schnelle Hilfe bieten Eisbeuten und Kühlelemente. Ebenso kann eine Blumensprühflasche, gefüllt mit frischem Wasser und Eiswürfeln, schnell für Abkühlung sorgen und ist schnell griffbereit. Ebenso sollte die Raumtemperatur stets angenehm kühl sein.