Ernährung

Es ist Tatsache, dass chroniErnährungsche Krankheiten, egal welcher Art, von einer ungünstigen Ernährung negativ beeinflusst werden. Zu den häufigsten Hauterkrankungen zählt die Neurodermitis, insbesondere im Kindesalter.  Der Lebensstil als auch die Ernährung spielen dabei eine gewichtige Rolle und nehmen im Grunde stets eine Schlüsselrolle ein.  Bei der üblichen Ernährungsweise fehlen oftmals wichtige Mikronähr- und Vitalstoffe, welche vom Körper, geplagt mit Neurodermitis, dringend benötigt. Des Weiteren begünstigen stark verarbeitete Nahrungsmittel das Krankheitsbild Neurodermitis.  Der sowieso schon gestresste Körper benötigt jede Hilfe, die er bekommen kann. Stark verarbeitete Nahrungsmittel unterstützen den Körper allerdings nicht, sondern belasten ihn noch mehr und entziehen ihm so die Kraft, die er dringend zur Bekämpfung der Neurodermitis benötigt.  Des Weiteren können bestimmte Nahrungsmittel Krankheitsschübe auslösen. Deren Genuss sollte verhindert werden.  Andere Lebensmittel können beispielsweise im Säuglingsalter Neurodermitis vorbeugen.  Aber nicht jeder Erkrankte muss auf eine spezielle Neurodermitis-Ernährung achten. Hier liegt die Notwendigkeit im individuellen Krankheitsverlauf begründet.

Ernährung von Babys

Vorbeugen ist immer besser als heilen. Neurodermitis kann bereits im Säuglingsalter vorgebeugt werden.  Es hat sich erwiesen, dass ein konsequentes Stillen bis zum 6. Lebensmonat und der Verzicht der Zufütterung von Fremdeiweißen wie etwa Kuhmilch das Erkrankungsrisiko drastisch reduzieren kann.  Die Mutter selber sollte sich während der Stillzeit allergenarm ernähren und auf Kuhmilch und Kuhmilchprodukte, Nüsse, Soja, Hühnereier und Fisch verzichten bzw. nur in Maßen zu sich nehmen. Ab dem 5. Lebensmonat kann das Baby an Beikost gewöhnt werden. Hierbei sollte man allerdings auf hypoallergene Nahrung, sog. H.A.-Nahrung zurückgegriffen werden. Vor allem sollte hypoallergene Nahrung eingesetzt werden, wenn bereits Erkrankungen an Neurodermitis innerhalb der Familie bekannt sind.

Ernährung zur Schub-Vorbeugung

ErnährungOftmals hängt die Neurodermitis-Erkrankung mit einer Lebensmittelallergie zusammen. Ein Hauttest, durchgeführt beim Hausarzt, Dermatologen oder Allergologen, kann aufzeigen gegen welche Nahrungsmittel eine Allergie vorliegt. Häufigste Lebensmittelallergien richten sich gegen Nüssen, Zitrusfrüchte, Kuhmilch oder Eier. Diese können u.U. einen Neurodermitis-Schub auslösen oder verschlimmern. Beim Genuss dieser Mittel reagiert die Haut heftiger oder ein Schub wird ausgelöst. Es sollte auf allergie-auslösenden Nahrungsmittel verzichtet werden.

Experten erstellen Ernährungsplan

Die Symptome der Neurodermitis können durch eine Ernährungsumstellung maßgeblich gelindert werden. Sollte die Ernährungsumstellung optimal verlaufen, können die Beschwerden sogar gänzlich abklingen. Experten und Therapeuten legen Betroffenen nahe viel Fisch als auch Rohkost und Obst zu essen. Der Fisch beispielsweise versorgt den Körper mit gesundem und wertvollem Omega 3.
Da es Patienten gibt, die Obst und Gemüse nicht gut vertragen im Zusammenhang mit ihrer Neurodermitis-Erkrankung, verschafft kurzes Andünsten der Lebensmittel oftmals Abhilfe.
Zeitgleich sollten Betroffene auf Fertigprodukte gänzlich verzichten. Eine individuelle Ernährung sollte in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt erstellt werden. Diese Abstimmung ist von größter Wichtigkeit damit es zu keinem Punkt zu Mangelerscheinungen kommt.
Des Weiteren sollte der Ernährungsplan immer wieder überprüft werden, da sich Allergien mit der Zeit beispielsweise ändern können. Es können welche hinzukommen und andere abklingen.

Was jeder selber tun kann

Durch Beobachtung der Hautreaktionen beim Genuss verschiedener Nahrungsmittel kann der Betroffene selber feststellen, welche Lebensmittel den Zustand verschlimmern und welche diesen verbessern.  Um einen besseren Überblick zu erhalten und die Hautreaktionen besser auswerten zu können, eignet sich das Führen eines Ernährungs-Tagebuchs. So kann der Neurodermitis-Erkrankte seinen Lebensstil und seine Ernährung besser überprüfen und ggf. ändern. Als Unterstützung für diesen Schritt existieren u.a. spezielle Rezepte für Neurodermitis-Erkrankte.  Bereits nach wenigen Tagen oder auch Wochen fällt oftmals durch die Niederschrift auf, auf welche Kost besser zu vermeiden ist.  Allergisch reagiert die Haut oft auf den Genuss von Nüssen, Milch, Eier, Orangen und Zitronen. Auch Alkohol und Kaffee wirken sich größtenteils negativ aus. Letztere sind bekannt dafür die Durchblutung der Haut zu erhöhen, die den Juckreiz dann verstärkt. Stark gewürzte Speisen weisen den gleichen Effekt auf.

Reaktionen

Patienten haben, gegenüber anderen Erkrankungen, häufig den Vorteil, dass sie direkt auf die Reaktion des Körpers reagieren können. Der Körper selber verdeutlicht welche Nahrungsmittel ihm nicht gut tun, indem die Haut negativ reagiert. So kann der Betroffene diese Kost meiden.
Zu einer gesunden Ernährungsweise bei Neurodermitis gehört eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Der Betroffene sollte täglich mindestens 2 bis 2,5 Liter stilles Wasser trinken, oder aber 30 ml pro Kilogramm Körpergewicht.  Nur so ist der Körper in der Lage die ausgetrockneten Hautzellen ausreichend zu versorgen und Schadstoffe wie beispielsweise die entzündungsfördernden Toxine auszuspülen. Neben hochwertigem, stillem Wasser haben sich auch entzündungshemmende Tees wie beispielsweise Brennnesseltee, Oolong Tee, Ingwertee oder Lapachotee als nützliche Flüssigkeitszufuhr herausgestellt.